Professor Tobias Moser und Professor Nenad Ban

Die in der Medizinwelt hoch angesehene Auszeichnung geht an den Göttinger Neurowissenschaftler Professor Dr. med. Tobias Moser für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Signalübertragung im Innenohr und seine innovativen Therapie-Konzepte zur Behandlung von Schwerhörigkeit sowie an den Züricher Strukturbiologen Professor Nenad Ban, PhD, für seine richtungweisenden Forschungsergebnisse zur Struktur und Funktion eukaryotischer Ribosomen. Die hochkarätigen Wissenschaftler haben beide bedeutende Vorarbeit für die weitere anwendungsbezogene Erforschung ihres jeweiligen Fachgebiets geleistet und teilen sich die beachtliche Preissumme in Höhe von 300.000 Euro zu gleichen Teilen.

Professor Dr. med. Tobias Moser ist Institutsleiter und Professor am Institut für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen. Darüber hinaus leitet er in Göttingen die Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften und Optogenetik“ am Deutschen Primatenzentrum, die Arbeitsgruppe „Synaptische Nanophysiologie“ am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie sowie die assoziierte Arbeitsgruppe „Auditorische Neurowissenschaften“ am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. „Ich bin von Natur aus neugierig und möchte den Dingen intensiv auf den Grund gehen“, erklärt der 48-jährige seine Motivation zur Forschung. „Kreativität, Leistungsbereitschaft, Aufrichtigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind für mich Schlüsseleigenschaften eines erfolgreichen Forschers. Für Ärzte zudem die Fähigkeit, für erkrankte Menschen ein kompetenter medizinischer Partner zu sein und eine gute Balance aus Fürsorge und Akzeptanz des Patientenwillens zu finden.“ Neben seiner Arbeit verbringt Tobias Moser Zeit mit seiner Frau und seinen drei Kindern und widmet sich dem Sport, der Natur und der Kunst.

Professor Nenad Ban, PhD, ist Professor für Molekulare Strukturbiologie am Institut für Molekulare Biologie und Biophysik im Departement Biologie der ETH Zürich (Swiss Federal Institute of Technology). Der aus einer Naturwissenschaftler-Familie stammende Kroate entdeckte schon früh seine Leidenschaft für die Biologie: „Bereits in meiner Kindheit experimentierte ich gern und untersuchte Meeresorganismen an der Adriaküste, wo ich meine Sommer verbrachte.“ Neben der Forschung begeistert sich der 50-jährige für Bildende Kunst und für den Film. Er liebt Sport, den er vor allem mit seiner Familie ausübt. So spielt er gern Tennis und Basketball mit seinen beiden heranwachsenden Söhnen oder geht mit der ganzen Familie in der Schweiz Wandern oder Skifahren.

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Preisverleihung 2017

Die Laureaten nahmen ihre Auszeichnungen am 19. Mai 2017 bei der Preisverleihung der Jung-Stiftung in Hamburg entgegen. Moderiert wurde die Veranstaltung von TV-Moderatorin und Medizinjournalistin Vera Cordes.