Förderpreisträgerin Dr. Fiona Kolbinger

Dr. Fiona Kolbinger (30) arbeitet als Ärztin und Wissenschaftlerin an der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden an der Schnittstelle von Chirurgie, Datenwissenschaft und Künstlicher Intelligenz. Ihr Forschungsprojekt analysiert Behandlungsergebnisse in der onkologischen Rektumchirurgie mithilfe kausaler Modelle. Ziel ist es, Ursachen für Komplikationen zu erkennen und Operationen präziser zu planen. Die Forschung soll dazu beitragen, Eingriffe sicherer zu machen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Die Jung-Stiftung zeichnet Kolbinger dafür mit dem Jung-Karriere-Förderpreis 2026 aus, der mit 210.000 Euro dotiert ist. 

Kolbinger verbindet klinische Praxis mit datengetriebener Forschung und internationaler Zusammenarbeit. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist seit Jahren durch die Zusammenarbeit mit dem Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der TU Dresden und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) Dresden eng mit interdisziplinären Forschungseinrichtungen in Dresden verbunden. Seit 2023 leitet Kolbinger eine Forschungsgruppe an der Purdue University, einer führenden ingenieurwissenschaftlichen Universität in den USA, in der Mediziner:innen, Datenwissenschaftler:innen und Ingenieur:innen zusammenarbeiten. Ihr Ansatz in Forschung und Leben folgt einer klaren Haltung: „Nur weil noch niemand einen bestimmten Weg gegangen ist, heißt das nicht, dass er nicht zum Ziel führt.“ 

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