Medaillenträger Prof. Taroh Kinoshita
Professor Taroh Kinoshita (74) vom Center for Infectious Disease Education and Research (CiDER) an der University of Osaka hat den Biosyntheseweg der sogenannten GPI-Anker aufgeklärt. Diese Moleküle sorgen dafür, dass Proteine korrekt an Zellmembranen verankert werden – ein zentraler Prozess für die Funktion vieler Zellen. Seine Forschung hat wesentlich dazu beigetragen, Krankheitsmechanismen besser zu verstehen, insbesondere bei seltenen und komplexen Erkrankungen. Sie bildet eine Grundlage für präzisere Diagnostik und neue therapeutische Ansätze. Für sein wissenschaftliches Lebenswerk erhält Kinoshita die Jung-Medaille für Medizin in Gold 2026. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro zur Förderung eines/einer Nachwuchswissenschaftler:in verbunden.
Kinoshita prägte über Jahrzehnte die molekularbiologische Forschung und setzte sich früh klare wissenschaftliche Ziele. Mit der Aufklärung zentraler Mechanismen der GPI-Biosynthese hat er diese konsequent erreicht. Rückblickend zieht er eine nüchterne Bilanz seines Weges: „Als ich mich aus der aktiven Forschung zurückgezogen habe, hatte ich meine Ziele erreicht.“ Heute nutzt er seine Erfahrung, um gezielt die nächste Generation von Forschenden zu fördern.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen