Preisträgerin Prof. Rohini Kuner
Professorin Rohini Kuner, (55), Pharmakologisches Institut der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, erforscht, wie sich das Nervensystem unter anhaltenden Reizen verändert und dadurch chronischer Schmerz entsteht. Im Zentrum steht die neuronale Plastizität – die Fähigkeit von Nervenzellen, sich strukturell und funktional anzupassen. Ihre Arbeiten zeigen, wie Schmerz im Körper gespeichert und verstärkt wird. Daraus ergeben sich neue Ansatzpunkte für Therapien, die gezielter und langfristig wirksam sind. Für diese Erkenntnisse erhält Kuner den mit 300.000 Euro dotierten Jung-Preis für Medizin 2026.
Kuner stammt aus Indien und zog 1991 für ihre Promotion in die USA. 1995 führte ihr wissenschaftlicher Weg sie an die Universität Heidelberg, wo sie 2005 habilitierte. Die mehrfach ausgezeichnete Pharmakologin kam dort auch dank einiger Mentoren schnell zur Neurowissenschaft und Schmerzforschung. Seit 2015 leitet Kuner einen großen Sonderforschungsbereich, der präklinische und klinische Forschung zu chronischen Schmerzen vereint, und konzentriert sich innerhalb ihrer eigenen multidisziplinären Gruppe insbesondere auf die translationale Forschung. „Ich bin am glücklichsten, wenn ich im Labor bin, hautnah dran an der Forschung.“
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