50 Jahre Jung-Preis für Medizin: Ausgezeichnete Forschung, die Medizin verändert
Seit 1976 verleiht die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung in Hamburg den Jung-Preis für Medizin. Mit aktuell 300.000 Euro zählt er zu den höchstdotierten Medizinpreisen Europas. Ausgezeichnet werden Forscher:innen, deren Arbeiten die Humanmedizin entscheidend vorangebracht haben und und deren Erkenntnisse weit über den Moment der Auszeichnung hinauswirken.
Zum Jubiläum wird besonders deutlich, wofür der Jung-Preis für Medizin steht: für Forschung, die unseren Blick auf Krankheit verändert, neue Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie eröffnet und den medizinischen Fortschritt langfristig prägt. Viele der ausgezeichneten Arbeiten entstanden zunächst fern der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch aus genau diesen wissenschaftlichen Durchbrüchen erwuchs oft Wissen, das heute für die Medizin von zentraler Bedeutung ist.
Eine besondere Stärke des Jung-Preises liegt in der Freiheit, die er ermöglicht. Das Preisgeld wird ohne inhaltliche Vorgaben vergeben. So eröffnet es Raum für unabhängige Forschung, für neue Denkansätze und für den Mut, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Gerade in der Medizin, wo neue Erkenntnisse oft Zeit, Offenheit und Beharrlichkeit brauchen, ist diese Freiheit von großer Bedeutung.
Wie weit die Wirkung solcher Forschung reichen kann, zeigen viele ausgezeichnete Beispiele. Emmanuelle Charpentier wurde für ihre Arbeiten zur CRISPR-Cas9-Methode geehrt, die neue Wege in der Erforschung und möglichen Behandlung genetischer Erkrankungen eröffnet hat. Rolf Martin Zinkernagel gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten unter den Jung-Preisträgern und zählt zu den drei Ausgezeichneten, die später auch den Nobelpreis für Medizin erhielten. Özlem Türeci wurde für ihre Forschung im Bereich Immunologie und mRNA-Technologie geehrt, die neue Perspektiven für Prävention und Therapie geschaffen hat.
Diese Beispiele zeigen, was den Jung-Preis für Medizin seit fünf Jahrzehnten auszeichnet: Er würdigt Forschung nicht nur für das, was sie bereits erreicht hat, sondern auch für das, was sie möglich macht. Aus Grundlagenwissen wird medizinischer Fortschritt. Aus wissenschaftlicher Neugier entstehen neue Wege für Diagnostik, Prävention und Therapie. Und aus langfristiger Förderung wächst Wirkung, die Menschen zugutekommt.
Der Blick auf 50 Jahre Jung-Preis für Medizin ist deshalb mehr als ein Rückblick. Er ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für Forscher:innen, die mit ihrer Arbeit Grenzen verschieben, Zusammenhänge sichtbar machen und den Weg für die Medizin von morgen bereiten.
Eine Übersicht der bisherigen Preisträger*innen des Jung-Preises für Medizin finden Sie hier.
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